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artikel


Salzwedel, Martin / Dirk Schütz

Führung Macht Sinn

Führung im Orchester


Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009, Seite 10


Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Ausgabe ist dem Thema Führung gewidmet. Der Grund hierfür ist sehr einfach: Jedes soziale System, jede Organisation und damit jedes Orchester braucht Führung, wenn es sich entwickeln will. Normalerweise übernimmt innerhalb des Systems derjenige die Führung, der etwas verändern möchte. Das kann, muss aber nicht die formal definierte Führungskraft sein. Im kleinsten sozialen System, der Familie, übernehmen die Kinder sehr häufig die Führung, wenn beispielsweise die Kirmes im Ort ist. Sie reden so lange, bis die Eltern – die eigentlichen „Führungskräfte“ der Familie – zustimmen und mitgehen. Bei Orchestern gibt es definierte Führungskräfte, die einen Teil der Führungsaufgaben hervorragend lösen, andere Bereiche von Führung in Bezug auf das Management der Organisations-Kultur, der Personalentwicklung und des Entwickelns, Veränderns und Kommunizierens des eigenen gesellschaftlichen Grundauftrags aber weniger intensiv wahrnehmen, einfach weil sie es nicht gelernt haben. Besondere Relevanz gewinnt dieser Aspekt dann, wenn andere Personen – häufig aus der Politik – die Veränderungen für das Orchester bestimmen, weil dieses es nicht selbst tut.



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