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Fördersumme für niedersächsisches Musikalisierungsprogramm wird aufgestockt
(01.09.2010)
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Diskussion über Finanzierung der Landesbühnen Sachsen
(30.08.2010)Die geplante Umverteilung der Zuschüsse für die Landesbühnen Sachsen in Radebeul hat eine heftige Debatte in Kultur und Politik ausgelöst. Anlass war eine Expertenanhörung vor dem Kulturausschuss des Landtages Mitte August. Das Mehrspartenhaus bekommt derzeit jährlich 14 Millionen Euro direkt vom Land. Geplant ist einem Arbeitspapier zufolge die Kürzung dieses Zuschusses auf sieben Millionen Euro pro Jahr ab 2011, der Rest soll künftig ergänzend von den regionalen Kulturgremien kommen, die dafür Mittel aus dem Kulturraumgesetz (KRG) verwenden. Das KRG ist pro Jahr mit 86,7 Millionen Euro ausgestattet. 77 Millionen Euro davon stehen den Plänen zufolge den regionalen Kulturräumen künftig direkt zur Verfügung, 2,1 Millionen Euro werden für Investitionen reserviert. Der Rest geht an die Landesbühnen. Die Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände hält eine Änderung des KRG für "kulturpolitisch und systematisch falsch". |
Bundesausgaben für Kultur bleiben 2011 stabil
(16.07.2010)Trotz der Einsparbemühungen im Bundeshaushalt 2011 sollen die Ausgaben für die Kultur stabil bleiben. Die Förderung der kulturellen Aktivitäten und Projekte bleibe auch im kommenden Jahr unbeeinträchtigt, teilte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) Anfang Juli in Berlin mit. "Es ist mir gelungen, den Kulturhaushalt 2011 trotz finanziell schwieriger Zeiten stabil zu halten und auch neue Schwerpunkte zu setzen", sagte er. |
Dresdner Intendanten warnen vor angedrohtem Sparhaushalt
(29.06.2010)Mit großer Irritation und Unverständnis hat das Gremium der Dresdner Intendanten der Landeshauptstadt in den Beschlüssen der sächsischen Sparklausur eine Tendenz festgestellt, die in der Konsequenz das bisher erfolgreiche gemeinsame Ringen von Kunsteinrichtungen und Schulen um eine nachhaltige Intensivierung der ästhetischen Bildung in Frage stellt. Die Theater und Orchester sehen in der Verantwortung für Musikschulen eine erstrangige Bildungsaufgabe, für deren Finanzierung das Kultusministerium verantwortlich sein müsste. Die enge Zusammenarbeit zwischen Theatern, Orchestern und spezialisierten musischen Bildungseinrichtungen ist durch den angedrohten Sparhaushalt in ernsthafter Gefahr. Die Dresdner Intendanten sind sich einig, dass es im Bereich der ästhetischen Bildung kein Sparpotenzial gibt und dass sie gemeinsam den Versuchen, dennoch dort den Rotstift anzusetzen, öffentlich entgegentreten werden. |
Studie belegt wirtschaftliche Bedeutung des Beethovenfests Bonn
(22.06.2010)
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Orchestermusiker hautnah bei "Jedem Kind ein Instrument"
(09.06.2010)
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Kulturfonds bcc foundstone unterstützt drei Berliner Ensembles
(21.05.2010)
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Landesmusikrat NRW begrüßt die Ausdehnung von JeKi
(10.05.2010)
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Aufstockung bei der Niederbayerischen Philharmonie in Passau
(03.05.2010)Gegen den allgemeinen Einspartrend wird die Aufstockung der Niederbayerischen Philharmonie in Passau weiter fortgesetzt. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 sollen 42 statt bisher 37 Stellen besetzt sein. Der Haushalt des Zweckverbandes wird getragen von den Städten Landshut, Passau, Straubing, dem Regierungsbezirk Niederbayern und dem Freistaat Bayern. |
Beethovenfest Bonn fordert Bekenntnis der Stadt zur Zukunftssicherung
(28.04.2010)Das Beethovenfest Bonn fordert von der Stadt nach dem Aufschub des Projekts Beethoven Festspielhaus Bonn eine unmittelbare Aussage dazu, wie eine Lösung für die Hauptspielstätte des Festivals aussieht. Der Sanierungsstau in der Beethovenhalle sei bekannt. Die Spielstätte sei essenziell für die Gewährleistung der außerordentlichen Qualität des Beethovenfestes. "Wir als Festival wollen weiterhin Spitzenklasse bieten, für deren Sicherung wir uns kontinuierlich mit großem Erfolg einsetzen", so Ilona Schmiel. "Wir müssen uns gegenüber den Künstlern bekennen, wie es zukünftig weitergeht." Weiterhin fordert das Beethovenfest ein Bekenntnis der Stadt zu einer substanziellen kulturellen Förderung. "Eine abgekoppelte Betrachtung von sozialen und kulturellen Investitionen ist nicht möglich und greift zu kurz. Ich warne ausdrücklich vor einer Verschiebung der Prioritäten von der Kulturförderung ausschließlich auf die Felder Jugend, Bildung und Soziales", zeigt sich Ilona Schmiel besorgt. |


Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016 angelegt und wird stufenweise aufgestockt: "Wir haben die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Millionen Euro erhöht. In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das Musikalisierungsprogramm integriert", betont die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Johanna Wanka. Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen werden seit Beginn dieses Schuljahrs durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von "Wir machen die Musik!" in Anspruch zu nehmen. Langfristig soll auf diese Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung in Niedersachsen erreicht werden.
Das Beethovenfest Bonn hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die wirtschaftliche Bedeutung des Festivals für die Stadt Bonn und die Region Bonn/Rhein-Sieg systematisch untersucht. Die Studie zeigt auf, dass das Beethovenfest nicht nur ein bedeutendes kulturelles Ereignis ist, sondern auch als wichtiges Instrument der Tourismusförderung der Stadt Bonn beschrieben werden kann. Konkret kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass jeder Euro des 2009 gezahlten öffentlichen Zuschusses vierfach über die Ausgaben zurückfließt, welche die Künstler, Besucher und Sponsoren in der Region tätigen. Betrachtet man nur die Auswirkungen für die Stadt Bonn, belegt die Studie darüber hinaus neben direkten steuerlichen Rückflüssen von 76.000 Euro auch erhebliche indirekte werbewirksame Effekte des öffentlichen Engagements in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich trägt das Beethovenfest Bonn maßgeblich zur Bekanntheit und zum positiven Image der Stadt Bonn bei.
Der von der Bevier Musikverlag GmbH neu gegründete Kulturfonds bcc foundstone ermöglicht dem Barock Orchester Berlin und dem Festival Orchestra Berlin sowie den European Bach Players eine gesicherte finanzielle Zukunft. Chefdirigent Stefan Bevier (Foto) ist es gelungen, Sponsoren und Mäzene zu einem langjährigen Engagement in einen Kulturfonds zu bewegen, der die Existenz der drei Orchester garantiert.
Der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen begrüßt die Ausdehnung des Programms "Jedem Kind ein Instrument" auf das ganze Bundesland. Das Projekt bedeutet eine große Kraftanstrengung für das Land NRW, das die finanzielle Last ab 2011 zusammen mit Kommunen und Eltern ohne Bundeshilfe tragen muss, sowie für die beteiligten Musikschulen, Grundschulen und ihre Lehrerinnen und Lehrer. Es ist dabei ein von Vernunft getragener neuer Ansatz, vor Ort mehr Gestaltungsfreiheit einzuräumen – insbesondere auch im Kanon des Instrumentenangebots. Vernünftig ist es auch, das Singen in das Programm zu integrieren und die Phase des Elementarunterrichts und Kennenlernens der Instrumente bis zum Ende des 2. Schuljahres zu verlängern. Um mehr junge Musikschulkräfte für JeKi zu gewinnen, werden Gespräche mit den Musikhochschulen geführt. Erforderlich wird jedenfalls nach Ansicht des Dachverbands die Einbindung aller kommunalen und auch privaten Musikschulen in NRW sein. (Foto: Stiftung JeKi/Claus Langer)