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Zahl der deutschen Kulturorchester gesunken

(31.01.2012)

Die Zahl der deutschen Kulturorchester ist weiter auf nur noch 132 gesunken. Dies teilte die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) auf ihrer Jahres-Pressekonferenz in Berlin mit. Bei der ersten gesamtdeutschen Erfassung vor genau 20 Jahren wurden noch 168 öffentlich finanzierte Orchester gezählt. 36 Kulturorchester sind faktisch von der Landkarte verschwunden. Im selben Zeitraum sank die Zahl der ausgewiesenen Musikerplanstellen in den Orchestern bundesweit von 12.159 auf aktuell 9.844. Dies entspricht einem Abbau von rund 19 Prozent.


Constantin Trinks fristlos entlassen

(31.01.2012)

Wie das Ministerium für Wissenschaft und Kunst am 25. Januar 2012 mitteilte, wurde der Dienstvertrag zwischen dem Land Hessen und dem Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt, Constantin Trinks, außerordentlich fristlos gekündigt. Trinks habe unerlaubt und unangekündigt Telefonate mit einem Mitarbeiter mitgeschnitten. Das sei ein Vergehen nach § 201 Abs. 1 Nr. 1 Strafgesetzbuch und mache die weitere Zusammenarbeit zwischen Trinks und dem Theater unzumutbar. Trinks hatte seinerseits im Dezember seinen Vertrag vorzeitig gekündigt, wollte jedoch noch bis Juni 2012 im Amt bleiben.


Alexander Mayer verlängert Vertrag beim Ensemble Symphonique Neuchâtel

(31.01.2012)

Alexander Mayer verlängert seinen Vertrag als Musikdirektor beim Ensemble Symphonique Neuchâtel bis einschließlich der Saison 2017/18. Die Erfolge nach nur eineinhalb Jahren Zusammenarbeit sprechen für sich: Erhöhung der Konzerte pro Saison, Aufstockung der festen Musikerstellen und nicht zuletzt die Umsetzung außergewöhnlicher Projekte im Education-Bereich.


Kammerakademie Potsdam erhält B.Z.-Kulturpreis

(31.01.2012)

Die Kammerakademie Potsdam wird 2012 mit dem B.Z.-Kulturpreis ausgezeichnet. Neben der Kammerakademie Potsdam erhalten in diesem Jahr u. a. Marcel Reich-Ranicki, Roland Kaiser, Wladimir Kaminer, Senta Berger und der Club "Berghain" den B.Z.-Kulturpreis. Seit 1992 vergibt die B.Z., Berlins größte Tageszeitung, einmal jährlich ihren Kulturpreis an internationale Künstler für herausragende Leistungen. Frühere Preisträger aus dem Klassik-Bereich waren u. a. Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker.


Ernst von Siemens Musikpreis 2012 geht an Friedrich Cerha

(31.01.2012)

Der internationale Ernst von Siemens Musikpreis geht 2012 an Friedrich Cerha (Foto: Manu Theobald © Ernst von Siemens Musikstiftung). Der 1926 geborene österreichische Komponist erhält den mit 200.000 Euro dotierten Preis als Auszeichnung für sein Lebenswerk. Vorrangig Komponist, sodann Dirigent, Organisator, Lehrer und Musikwissenschaftler, erlangte Cerha internationale Bekanntheit durch die Ausarbeitung des dritten Akts von Alban Bergs Oper "Lulu". Der Ernst von Siemens Musikpreis wird Cerha am 22. Juni 2012 im Münchner Cuvilliés-Theater vom Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste überreicht. Die drei Förderpreisträger sind Luke Bedford, Zeynep Gedizlioglu und Ulrich Alexander Kreppein.


Emmerich Smola Förderpreis 2012

(31.01.2012)

Die 1988 im belgischen Louvain geborene Schweizerin Chiara Skerath (Sopran) und der 1982 in Melbourne geborene Derek Welton (Bariton) haben den Emmerich Smola Förderpreis 2012 gewonnen. Die Sieger des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Gesangswettbewerbs wurden per Publikumsentscheid im Rahmen eines vom SWR Fernsehen veranstalteten Konzerts in Landau ermittelt. Neben dem Preisgeld erhalten die Gewinner auch ein Konzertengagement mit der Deutschen Radio Philharmonie. (Foto: SWR/Stephanie Schweigert)


Annemarie und Hermann Rauhe Preis für Neue Kammermusik

(31.01.2012)

Der Annemarie und Hermann Rauhe Preis für Neue Kammermusik wurde zu gleichen Teilen an den Komponisten Benjamin Scheuer (Foto) und das Saguaro Piano Trio (John Chen, Klavier; Luanne Homzy, Violine; Peter Meyers, Violoncello) verliehen. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis wird jährlich ein Ensemble des Masterstudiengangs Kammermusik der Hamburger Musikhochschule ausgezeichnet, das über exzellente künstlerische Leistungen hinaus innovative Konzeptionen zur Verbindung von klassischem und zeitgenössischem Repertoire entwickelt hat, um der zeitgenössischen Kammermusik neue Hörer zu erschließen. Zugleich wird der Preis jeweils an eine Komponistin bzw. einen Komponisten für eine Auftragskomposition für Ensemble vergeben. Der Rauhe-Preis ist der höchstdotierte Preis, der für Neue Kammermusik vergeben wird. Zum Profil des Preises gehören außerdem eine CD-Produktion und Auftrittsmöglichkeiten bei NDR Start und bei Festivals.


2. Deutscher Musikinstrumentenpreis

(31.01.2012)

Während der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt am Main wird zum 22. Mal der Deutsche Musikinstrumentenpreis verliehen. In diesem Jahr geht der Preis in den Kategorien Cello und Renaissance-Laute an jeweils drei Werkstätten aus Bayern und Sachsen. In der Kategorie Cello wurden folgende Instrumente ausgezeichnet: Violoncello nach Stradivari um 1700 von Robert König (Foto), Markneukirchen, das Cello-Modell Stradivari B-PA der Meisterwerkstätte für Geigenbau Georg Gerl, Bichl, sowie das Meister-Cello T.S., Modell Stradivari von Geigenbaumeister Thomas Stöhr, Igelsdorf. In der Kategorie Renaissance-Laute (8-chörig) gewannen die Renaissancelaute nach Venere, Padua 16. Jhd. der Zupfinstrumentenmacher, Großmehring, die Renaissancelaute Venere 8c von Andreas von Holst, München, und die Renaissancelaute Modell MD 600 S von Günter Mark, Bad Rodach.


Neue Musikerambulanz in Düsseldorf

(31.01.2012)

Das Universitätsklinikum Düsseldorf hat die Interdisziplinäre Ambulanz für Musikermedizin eingerichtet. Die Patienten der Ambulanz werden von Medizinern untersucht, die selbst über musikalische und musikpädagogische Zusatzqualifikationen verfügen. Das Universitätsklinikum bündelt mit der neuen Ambulanz auch die Expertise vieler seiner Spezialabteilungen, um gezielt betroffene Musikerinnen und Musiker zu behandeln. Sie werden bei komplexen Fällen interdisziplinär in die Behandlung integriert. www.uniklinik-duesseldorf.de/musikerambulanz


Richard Rudolf Klein 90-jährig verstorben

(31.01.2012)

Der deutsche Musiker, Komponist und Hochschullehrer Richard Rudolf Klein ist am 17. Dezember 2011 im Alter von 90 Jahren verstorben. Ab 1944 studierte er in Trossingen Musik. Von 1946 bis 1948 führte er sein Studium an der Musikhochschule Stuttgart weiter. 1948 erhielt Klein einen Lehrauftrag für Tonsatz an der Musikhochschule in Stuttgart; 1949 wurde er Dozent für Musiktheorie der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. 1960 bis 1984 lehrte er Komposition, Formenlehre, Partitur- und Generalbass-Spiel an der Musikhochschule Frankfurt am Main; 1965 wurde er zum Professor ernannt. Von 1985 bis 1996 lehrte Klein an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main.


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